Mit dem EulenExpress nach Mainz

Heinerbike vor Rhein-Kulisse
Bild: Patrick Schmidt

Am 1. Mai sollte es zu zweit zum Gartengrillfest auf den Mainzer Lerchenberg gehen. Diese Strecke sind wir zwar bereits auf herkömmlichen nicht elektrifizierten Fahrräder gefahren, aber mit einem ganzen Blech Kuchen, einem großen Salat in einer Glasschüssel, ein bisschen Kleinkram sowie einem 20×0,5-l-Bierkasten wäre das eindeutig ein Fall fürs Auto gewesen.

Da aber der frisch eingeführte EulenExpress frei war, entschieden wir uns spontan für das Experiment: Akku voll aufgeladen, eine alte rutschhemmende und lärmmindernde Gymnastikmatte als Unterlage ins Heinerbike, Bierkasten rein, Blechkuchen draufgeschnallt und für die übrigen Sachen war noch jede Menge Platz.

Mit dem so beladenen EulenExpress und einem herkömmlichen Fahrrad ging es auf überwiegend idyllischen Wegen über Griesheim und Büttelborn nach Groß-Gerau und von dort entlang der Bahnlinie und schließlich des Mains bis nach Mainz.

Die Querung des Rheins über den schmalen Steg der Mainzer Südbrücke war mit dem etwas größeren Lastenrad eine kleine Herausforderung, da bestes Feiertagswetter viele Menschen nach draußen lockte. Anschließend ging es hoch in die Mainzer Oberstadt, runter nach Bretzenheim und wieder rauf auf den Lerchenberg.

Trotz durchgehender und bei den Anstiegen gar hoher Elektrounterstützung zeigte der Bordcomputer am Ziel angekommen nach 47 gefahrenen Kilometern noch eine Reichweite von knapp 20 km an.   Während vor Ort der Akku zum Tanken am Netz hing, gab’s dann Dank der ausklappbaren Sitzbank noch eine kleine Spritztour mit zwei 4- und 5-Jährigen, die sich nicht erst bitten lassen mussten einzusteigen. Selbst der Spielplatz, an dem wir zwischendurch pausierten, hat eindeutig den Vergleich mit dem Lastenrad verloren: Gerade erst angekommen musste ich fest versprechen, Bescheid zu geben, bevor ich weiterfahre, damit die beiden die Abfahrt nicht verpassen.

Fazit: So leicht wurde ich noch nie zum Held des Tages. – Fahren ließ sich das Heinerbike auch ohne Elektrounterstützung super. Einzig bergauf merkte man die 45kg lebende Zuladung dann doch etwas. Enge Wendekreise sollte man bei den nicht mehr ganz so kleinen Kindern vorher ankündigen, da sich der Lenker in etwa auf Kopfhöhe der Kinder befindet. Das Anschnallen war simpel, das haben die beiden mit Freude selbst übernommen. Abends ging es dann die gleiche Strecke wieder zurück nach Darmstadt. Alles in allem nur zu empfehlen!

Patrick Schmidt