Logbuch

Studentischer Filmkreis fährt Heinerbike

Wir organisieren zweimal in der Woche einen Film. Unser Kinosaal ist das Audimax der TU mit 700 Plätzen. Und weil wir richtiges Kino machen, gibt es natürlich auch einen Snack und Getränkeverkauf. Allerdings wird nicht unser gesamtes Sortiment an Getränken geliefert. Besondere Köstlichkeiten wie unser wechselndes Sonderbier und diverse Limonaden kaufen wir selbst ein, so wie das gesamte Snack-Sortiment. In der Vergangenheit wurde das mit dem geliehenen Auto erledigt. Wer bei uns nicht fündig wird, kann auch selbst was mitbringen. Das Leergut bleibt dann häufig bei uns und damit auch das Pfand, das wird bei unserer Einkaufstour natürlich gerne einlösen.

Das Heinerbike haben wir Anfang April getestet, in dem wir Leergut weggebracht und Vollgut sowie ein wenig Knabberkram beschafft haben. Die Heinerbikes dürfen bis 80 kg beladen werden. Diese Grenze erreichen wir nicht, das Rad kann drei Kästen gut aufnehmen, an mehr haben wir uns erstmal nicht getraut. Wenn einem das laute Klappern der Dosen egal ist, kann man auch einen Kasten ausladen und das unsortierte Leergut mitnehmen. Laut klappernd gehts dann hin zum Supermarkt. Die ersten Meter sind ungewohnt, aber dann fühlt man sich sicher.

Bremsen und Schaltung sprechen zügig und direkt an und die Lenkung ist fast wie bei einem gewöhnlichen Rad. Die Elektrounterstützung haben wir erst mal weg gelassen. Nach erfolgreichem Einkauf braucht man sie zwar immer noch nicht, aber das beladene Lastenrad ist jetzt immerhin fast 25kg schwerer als auf dem Hinweg.

Das Anfahren ist und bleibt während unserem Test knifflig, wird aber viel leichter, wenn der Motor ein bisschen mithilft beim Trägheit überwinden. Das Rad fährt sich beladen vielleicht sogar besser als leer und so kommt man recht flott und zügig voran. Der E-Motor kann auf drei Stufen nachhelfen. Auf dem niedrigsten Level ist das noch sehr diskret, jedoch trotzdem angenehm, auf mittlerer Stufe macht sich der Motor durchaus bemerkbar während er das Rad auf höchster Stufe deutlich nach vorne treibt (natürlich nur wenn man tritt).

Abschließend finden wir das Heinerbike für spontane Einkäufe wirklich super und denken das es für den normalen Haushalt auch bestimmt ausreicht. Dass es kostenlos ist, macht das Ganze noch attraktiver.

Heinerbike – Neuigkeiten

Buchung 4 Wochen im Voraus möglich

Ab sofort können die Heinerbikes 4 Wochen im Voraus gebucht werden. Jeden Tag kommt eine neue Buchungsmöglichkeit dazu.
Grund ist, dass bei einer langen Vorlaufzeit Buchungen vergessen werden und das Rad dann ungenutzt herumsteht.

Neue Heinerbike-Stationen

Diese Stationen gibt es von September-November 2018:

  • Innenstadt – Schoppeschlepper: DarmstadtInfo, Luisenplatz (keine Änderung)
  • Innenstadt Ost – EinkaufsEsel: anziehend, an der Stadtkirche
  • Bessungen Nord – FlohmarktFlitzer: Planungsbüro VAR+, Riedeselstraße 48
  • Komponistenviertel – KrempelKarren: Kostbar, Dieburger Straße 144
  • Lincolnsiedlung – LincolnLader: Farbenkrauth (keine Änderung)

In Kranichstein und der Heimstättensiedlung gibt es dann leider kein Heinerbike mehr.

Von 1.-3. September sind die Räder in Inspektion sowie beim Fahrradaktionstag und können nicht gebucht werden.

Heinerbike-Paten gesucht

Für die Buchungsperiode September – November 2018 suchen wir noch Menschen, die ein Heinerbike betreuen.

Die Tätigkeit ist einfach, und es gibt eine Aufwandsentschädigung von 12 EUR/h. Im Grunde handelt es sich um einen Bereitschaftsdienst, wobei es durchaus reicht, im Laufe des Tages auf eine Anfrage zu reagieren. Es gibt alle paar Wochen mal eine Anfrage, z.B. ein Rad zur Werkstatt zu bringen.

Bei Interesse bitte melden: info@heinerbike.de, oder direkt zum Patentreffen kommen:
Di 28. August, 19:30 Uhr. (Ort steht noch nicht fest)

nach Reinheim und zurück

Gleich bei meinem ersten Kontakt mit einem solchen Rad wollte ich – übermütig? – einige Dinge nach Reinheim (ca. 15km) transportieren.
Zunächst recht wackelig, fand ich bald auch die höchste Übersetzung (7. Gang) viel zu langsam.
(Aber hohe Trittfrequenz ist ja gesund…)
Bald war da purer GENUSS: die Bewegung über Wiesen und Hügel, durch Wald und Fahrtwind, in Bewegung, aber doch fast ohne Mühe – und viel schneller als gedacht war der Weg geschafft!
DANKE für dieses wundervolle Angebot!

Achim R.

Tagesausflug im Sommer

Das Heinerbike habe ich für einen Tag reserviert. Es war ein super schöner Sommertag und wir hatten überhaupt nichts vorgeplant.
Am Luisenplatz haben wir das Bike abgeholt und eine kleine Einweisung bekommen. Auf das Ladegerät konnten wir verzichten, da wir nur den einen Tag das Heinerbike zur Verfügung hatten.
Zuerst ging es die durch die Stadt die Rheinstraße runter und dann auf dem breiten Fahrradweg nach Griesheim am Waldfriedhof vorbei. Eine ideale Strecke, um das E-Bike kennenzulernen. Es fährt sich ein bisschen, wie ein LKW-Fahrrad mit Turbo. Großer Wendekreis aber gute Beschleunigung dank Motorunterstützung. Das Wetter war super und meine kleine Tochter vorne im Kasten genoß die Fahrt sichtlich. Dann in Griesheim am Rewe ein Eis gegessen und zurück Richtung Darmstadt.
Kurz entschlossen sind wir einmal quer durch, am Schloss vorbei und die Dieburger hoch. Unser Ziel war der Spielplatz am Oberwaldhaus. Bisher hatte ich die Batterie im Eco Modus geschont und der Verbrauch war wirklich so gering, das ich den Rest der Tour im Normalmodus gefahren bin. Im Eco Modus hilft die Unterstützung besonders beim Anfahren und erlaubt ein nettes Fahren. Im Normalmodus ist die Unterstützung schon gut spürbar. Insbesondere bei der Fahrt die Dieburger hoch und die weiteren Steigungen fühlen sich an, als würde man gerade oder sogar bergab fahren.
Nach ausführlichem Stop bei dem Spielplatz am Oberwaldhaus-Spielplatz und anschließendem Mittagessen dort, sind wir weiter zur Prinz Grube von Hessen gefahren und dort schön schwimmen gewesen. Danach zurück konnten wir mit dem Heinerbike auch ordentlich Fahrt aufnehmen. Die automatische Abschaltung bei ca. 25 km/h stört wirklich, aber wenn mann entweder gut darüber fährt oder knapp darunter (23 – 24 km/h) kommt man gut damit zurecht.
Insgesamt macht das Fahrrad richtig Spaß und ich werde versuchen, es wieder zu reservieren.
Stefan R.

Kommentare von Heinerbike-Nutzern

Eine Sammlung von Kommentaren, die Heinerbike-Nutzer bei der Buchung geschrieben haben:

Klasse-Idee. Als Nichtautofahrer eine Gelegenheit, Einkäufe usw. zu erledigen, die sich angesammelt haben.

Freut mich, dass noch eins frei war. Urban Garden Darmstadt und der ADFC radeln damit zur Gartentour 2018.

Die Buchung ging schnell und unkompliziert, ich bin auf das Fahren sehr gespannt.

Bin sehr gespannt, da ich so ein Rad noch nie gefahren bin ! 🙂

Endlich hat es geklappt; die super Idee mal selbst Testen zu dürfen.
Ich freue mich sehr, das Lastenfahrrad auszuprobieren. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit. Danke für diesen Service.

Ich freue mich, beim zweiten Durchgang endlich in den Genuß eines Heinerbikes zu kommen. Danke für das Angebot!

Super Projekt, ich bin gespannt!

Toll, ich bin schon sehr gespannt auf meine Fahrten.

Gerade für einen Tag gebucht, bin gespannt und neugierig.

Wir freuen uns drauf!! coole Idee! Danke schon mal für diese Möglichkeit.

Echt toll, vor allem, wenn man keinen Führerschein hat und trotzdem sehr mobil sein möchte. Ein Hoch auf die Erfinder dieser Idee und ein Danke an die Sponsoren

Anmelden und Buchen super einfach. Sehr gut gemachte Homepage. Danke!

danke, hat ja super geklappt und ich freue mich für meine Enkel

Darmstadt -DA tut sich was!

Super Idee! Ich freue mich sehr!

Statistik: Auswertung der ersten Buchungsperiode

In diesem Artikel gibt es eine Auswertung der ersten Buchungsperiode (26. März – 31. Mai 2018) von Heinerbike.

Das Heinerbike-Projekt hat einen sehr guten Start hingelegt: In den ersten Wochen nach Freischalten von heinerbike.de und der Buchungsplattform haben sich 300 Menschen registriert.

In der Grafik sind die kumulierten Nutzerzahlen in orange zu sehen, und die täglichen Anmeldungen in blau. Inzwischen gibt es fast 600 registrierte Nutzer.

Mit fünf Heinerbikes gibt es leider weniger Buchungsmöglichkeiten als Nutzer. Besonders deutlich wird dieser Umstand in der nächsten Grafik: Drei Viertel aller registrierten Nutzer konnten in der ersten Buchungsperiode kein Heinerbike buchen. Nur sehr wenige Nutzer buchten häufiger als 1x.

Nach nur 2 Tagen waren die meisten Tage ausgebucht.

Insgesamt gab es 92 Buchungen.

Die Ausleihe ist bis zu drei Tagen möglich. Wenn man übers Wochenende bucht und Feiertage dazwischen sind, kann sogar mehr Tage gefahren werden.

Die meisten Nutzer haben ihr Heinerbike für einen oder drei Tage ausgeliehen.
Einige Schlaumeier haben zwei Buchungen aneinandergereiht, was nicht erlaubt ist.

Einige Nutzer haben mehrmals ein Heinerbike ausgeliehen. Wie viele Tage hatten die Nutzer insgesamt ein Heinerbike zur Verfügung?

Die meisten Nutzer hatten ihr Heinerbike für 1-3 Tage. Die wenigen Mehrfachbucher führen in Summe dazu, dass die Ausleihdauer für einige wenige Nutzer sehr lange ist (bis 22 Tage), in denen das Rad vielen andere Nutzern nicht zur Verfügung steht.

Es wurden 136 EUR gespendet, das sind knapp 1,50 EUR pro Buchung.

Mit dem Heinerbike nach Reinheim

aus Twitter:

Nach langem Warten bis zum reservierten Termin mit dem #FlohmarktFlitzer von #HeinerBike 1 Tag unterwegs gewesen. Der Akku hatte für die Strecke Darmstadt – Ober-Ramstadt – Reinheim und zurück trotz Gegenwind und einigen Höhenmetern gereicht.

 

zum Naturerlebnistag mit dem Heinerbike

Dieses Wochenende hatte ich als Heinerbike-Organisator erstmals die Gelegenheit, ein Heinerbike längere Zeit zu fahren.

Toll fand ich die Wendigkeit, die Beschleunigung, dass der Akku so lange durchhält, und natürlich den riesigen Laderaum.

Blöd fand ich, dass das Heinerbike nicht gefedert ist. Vor allem Schlaglöcher rumpeln stark. Manchmal tauchen unvermittelt Fehlermeldungen im Display auf, und man muss das Gerät aus- und einschalten.

Dass der Motor bei 25 km/h schlagartig abschaltet und nicht sanft ausblendet, hat mich gestört. Die Bremsen könnten stärker verzögern, es sind halt (wartungsfreie) Rollenbremsen und keine Scheibenbremsen.
Auf unebenem (Wald-)Boden steht das Rad nicht so 100%ig stabil wie auf glattem Untergrund.

Die Regenplane ist eine tolle Ergänzung, vor allem bei der aktuellen gewittrigen Witterung.

Die Flyerbox ist praktisch, wenn man mit Menschen ins Gespräch übers Heinerbike kommt (und man kommt ins Gespräch..).

Beim Ausleih- und Rückgabeprozess fand ich einschränkend, dass man (an der Wohnsinn-Station) feste Uhrzeiten vereinbart, und nicht einfach spontan vorbeikommen kann.

Der Naturerlebnistag war gut besucht, und der KrempelKarren hatte einen prominenten Platz am Stand der TransitionTown-Initiative Darmstadt.

Auch die Fahrt mit einer Traube Luftballons war ein Hingucker.

Martin Huth

Echo-Redakteur testet Heinerbike

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/einkauf-mit-dem-lastenfahrrad-in-darmstadt-ein-erfahrungsbericht_18733492.htm

Von Harald Pleines

Seit dem 26. März gibt es in Darmstadt beim Projekt Heinerbike die Möglichkeit, kostenlos ein Lastenfahrrad für ein bis drei Tage auszuleihen. An fünf Stationen steht nach Online-Buchung jeweils ein Rad des niederländischen Herstellers Bakfiets zur Verfügung. Wir haben getestet, wie das System funktioniert und vor allem: Wie fährt es sich mit einem Lastenfahrrad – unbeladen und beladen? Ein Erfahrungsbericht. Weiter lesen „Echo-Redakteur testet Heinerbike“

P-Magazin testet Heinerbike

Als ich der Frau am Tresen im Darmstadt-Shop am Luisenplatz das Code-Wort zuraune, komme ich mir vor wie eine Geheimagentin. Dann lasse ich mir erklären, worauf ich beim Heinerbike achten muss, wie es technisch funktioniert und, dass das geliehene Lastenrad grundsätzlich versichert ist (Ausnahme: vorsätzliche Beschädigung).

Eigentlich bin ich nicht der sportliche Typ, aber zur sportlichen Betätigung eignet sich das E-Lastenrad auch weniger – sehr zu meiner Freude. Es ist eher für die Erleichterung des Alltags bei Großeinkäufen oder Ähnlichem gedacht. Und das ganz ohne Auto, aber dafür an der frischen Luft.

Nach einer kurzen Unterweisung kann es losgehen. Aufgeschwungen und … abgestiegen. Beim ersten Versuch – okay, es waren fünf – fühlte ich mich wie eine Dreijährige, der die Stützräder abgenommen werden. Doch nachdem ich zur Belustigung der Passanten beigetragen habe, beginnt der wilde Ritt. Etwas wackelig anfangs, aber immer besser nehme ich Stock und Stein auf dem Weg zum Oberfeld. Allerdings mit kurzem Zwischenstopp daheim, um den Transportkasten zu befüllen.

In meinen „Schoppe-Schlepper“ kommt neben Kaffee, Saft und Wasser ein Haufen Decken und so viel Essen, dass man davon eine Familie einen ganzen Tag ernähren könnte. Also alles bereit für ein Picknick zu zweit.

Am Ostbahnhof vorbei zur Rosenhöhe machen sich die drei Kilo Käse nun doch etwas bemerkbar und ich habe Angst, rückwärts den Buckel runterzufahren – bis ich das E in E-Bike entdeckte. Auch die kleinen Höhen auf der Rosenhöhe nehme ich jetzt mit Leichtigkeit, das Gewicht meiner Fracht ist kaum spürbar.

An manch schlecht einsehbarer Kreuzung muss ich mich darauf verlassen, dass mein Begleiter mir die kreuzenden Autos ansagt. Wenn ich selber schauen würde, wären Vorderrad und Kasten schon halb auf der Straße, da meine Sitzposition durch die längliche Transportkiste – üppige 45 mal 72 Zentimeter groß – weiter hinten eher ungünstig ist.

Am Ziel angekommen, bocken wir das Gefährt auf und breiten unsere Decken aus. Das Rad macht auch ohne Fahrerin eine gute Figur.

Es beginnt zu tröpfeln. Doch dank der praktischen Regenplane ist auch das kein Problem. Pluspunkt: Durch das grelle Orange der Plane läuft man nicht Gefahr, bei trüben Aussichten von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden.

Würden die 4.000 Euro Kaufpreis für so ein praktisches Gefährt nicht eindeutig meine Mittel übersteigen, würde ich mir ein ganz persönliches Heinerbike glatt vor die eigene Tür stellen.


Quelle (danke Cem für die Erlaubnis zur Veröffentlichung):
https://www.p-stadtkultur.de/zum-shoppen-picknicken-und-transportieren/
(leicht gekürzt)
Text: Susann Franke
Foto: Jan Ehlers / P Stadtkulturmagazin