Logbuch

Ausmisten mit Heinerbike

Ich habe in unserer Wohnung und im Keller ausgemistet und habe den Tag mit dem Bike so genutzt:

Breit grinsend habe ich eine Fuhre Klamotten, eine Fuhre Bücher und eine Fuhre Flohmarktkrempel an verschiedene Orte gebracht.

Es war super, eine Riesen-Erleichterung, denn alles andere wäre viiiel komplizierter gewesen. DANKE! 

… außerdem spielte ich sofort mit dem Gedanken, einen Lastenfahr-Kurierdienst aufzumachen!! Dann könnte ich den ganzen Tag fahren!! :-))

Diese Initiative ist die beste überhaupt!!

Helga J.

Umfrage-Auswertung

77 Menschen haben im Herbst 2019 unsere Umfrage zur Heinerbike-Nutzung ausgefüllt. Das sind 5% der insgesamt 1.500 Heinerbike-Nutzer*innen. Vielen Dank dafür!

Zwischen den Ergebnissen habe ich Zitate gestreut, die in den Freitextfeldern eingetragen wurden.

So fühlt es sich an, einen wertvollen Gegenstand ohne Gegenleistung zu nutzen.

Es ist für mich das Gefühl, wie sich moderne Verkehrspolitik anfühlen sollte.

Die meisten Nutzer*innen kaufen ein oder machen einen Ausflug.
Bei jeder vierten Fahrt werden Kinder transportiert.

Dass die Stadt Darmstadt hier (mit-)finanziert, ist ein großartiger Ausdruck von gesellschaftlicher Verantwortung und Bürgernähe.

Über die Hälfte der Fahrten (62%) sind bis 10 km lang.

Vor allem die Kinder finden die Mitfahrt in der Kiste super.

Drei Viertel der Nutzer*innen hat eine Heinerbike-Station in maximal 2 km Entfernung.

Ich gehe damit verantwortungsvoll um, damit das Angebot lange besteht.

Für viele Nutzer*innen ist Heinerbike die erste Gelegenheit, ein Lastenrad zu fahren.

Toll, weil man einmal etwas ausprobieren kann bzw. Wege mit dem Auto ersparen hilft.

Fast alle Nutzer*innen möchten nochmal Lastenrad fahren.

Ich genieße es sehr damit meine Kinder zu transportieren und damit den Alltag zu gestalten.

Fast die Hälfte der Nutzer*innen überlegt, ein eigenes Lastenrad anzuschaffen.

Finde es gut Dinge gemeinsam zu nutzen.

Der Preis ist das Haupt-Hindernis für die Anschaffung eines eigenen Lastenrades. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn es erst mal vor der Tür steht, wird es auch täglich genutzt..

Alleine dafür bereits liebe ich Darmstadt 🙂

Über die Hälfte der Heinerbike-Fahrten hat eine Autofahrt ersetzt.

Ich finde es toll, dass durch ehrenamtliche Arbeit so etwas ermöglicht wird.

Lange Öffnungszeiten und eine gute Lage sind besonders wichtig.
Fast die Hälfte der Nutzer*innen wünscht sich einen Fahrradabstellplatz.

Immer noch etwas ungläubig, dass so etwas möglich ist.

Jede 7. Nutzer*in hat das Heinerbike weiterverliehen.

Sehr großzügig und mit großem Vertrauen beiderseits verbunden.

Tja, der typische Heinerbike-Nutzer entspricht beim Hauptverkehrsmittel wohl nicht ganz dem bundesdeutschen Durchschnitt…

Glücklich und wertgeschätzt als Bürger.

Auch diese Grafik zum Autobesitz zeigt, dass die Heinerbike-Nutzer*innen eine besondere Klientel sind: fast 50% leben autofrei.

Es ist ein echtes Geschenk und macht glücklich.

Ganz klar: über 90% würden wahrscheinlich auch Geld für ein Angebot wie Heinerbike bezahlen.
Mehr als 10 EUR pro Tag will fast niemand bezahlen. Eigentlich nur 5 EUR.

Es macht Spaß etwas zu nutzen, was man sonst nicht kaufen könnte.

Sehr erfreulich: über die Hälfte aller Heinerbike-Nutzer*innen wollen (vielleicht) bei Heinerbike aktiv werden (z.B. bei Schäden das Rad zur Reparatur zu fahren).

Damit kann man bei Freunden aus anderen Städten prahlen.

60% sind 20..40 Jahre alt. Nur 30% sind 40..60 Jahre alt.
Die Frauen sind deutlich weniger vertreten. Traut euch!
Viele Familien mit (mehreren) Kindern nutzen Heinerbike, und viele 2-Personen-Haushalte.

Insgesamt ein tolles Gefühl.

Die Präsenz der Räder im Stadtbild sorgt für die größte Aufmerksamkeit. Aber auch Empfehlungen und Presseberichte sorgen dafür, dass Heinerbike bekannt wird.

Artikel über Heinerbike im Darmstädter Echo

https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/darmstadt-will-lastenrad-ausleihe-ausbauen_20501865

Zitat daraus:

Jetzt überlegt die Kommune, wie sich das umweltfreundliche Angebot ausbauen lässt. Der weitere Ausbau eines Angebots an Lastenrädern “wird derzeit bearbeitet”, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Auch an elektrisch betriebene Räder ist dabei gedacht. “Unter anderem ist eine Angebotserweiterung auch durch die TU sowie durch die Privatwirtschaft vorgesehen.”

Darmstädter Echo vom 6. Oktober 2019

Mit vier Heinerbikes zur IAA-Demo

Über 1.000 Radfahrende sind am Samstag vom Luisenplatz nach Frankfurt gefahren. Sie haben für eine Mobilitätswende und gegen die derzeitige Automobilpolitik demonstriert.

Bild: ADFC / Thomas Grän

In jedem Ort sind weitere Menschen hinzugekommen, so dass in Frankfurt 25.000 Demonstranden vor den Toren der IAA standen.

Die meisten Heinerbikes waren an diesem Tag bei der Demo unterwegs.

Auch viele Kinder haben für eine Mobilitätswende demonstriert. Bild: M. Huth
Foodsharing-Lebensmittelversorgung. Bild: M. Huth

Ich bin natürlich auch mitgefahren. Es war ein tolles Erlebnis: gut gelaunte Menschen, viele Solidaritätsbekundungen am Straßenrand.
Die bisher größte Fahrrad-Demonstration im Rhein-Main-Gebiet.

Auf der Autobahn über den Main. Bild: M. Huth


Ein Teilstück sind wir auf der gesperrten A661 gefahren. Das war gar nicht so spektakulär: viel Asphalt und viel Lärm und Gestank von der Gegenrichtung.

Abschlusskundgebung vor dem Eingang der IAA. Bild: M. Huth

Meine Gruppe ist über den Radschnellweg nach Darmstadt zurückgefahren, so dass am Ende des Tages 80 km auf dem Tacho standen. Andere sind mit der S-Bahn zurückgefahren.

Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt bei Egelsbach. Bild: M. Huth

Ein Beitrag von Martin Huth.

Statistik – vielgefahrene Heinerbikes

Jedes Heinerbike wurde nun etwa 6.000 km gefahren:

  • Krempelkarren 6.110 km
  • Einkaufsesel 6.090 km
  • Lincolnlader 5.750 km
  • Flohmarktflitzer 5.920 km
  • Schoppeschlepper leider nicht feststellbar, da irgendwann die Gesamtkilometer zurückgesetzt wurden. Jetzt bei 780 km.

Beim EulenExpress ist es natürlich weniger, da es ein Jahr später in Betrieb genommen wurde.

In Summe also 30.000 km + EulenExpress.

Fundamentkorb für Fahrradzählsäule mit Heinerbike transportiert

Darmstadt bekommt eine Fahrradzählsäule – und zwar bei der Lincolnsiedlung.

Für das Fundament der Säule gibt es einen sogenannten Fundamentkorb – und den habe ich vom Bauhof der Stadt zur Baustelle transportiert.

Die Bauarbeiter waren verdutzt, haben sich aber darüber gefreut.

Am Montag wird der Fundamentkorb eingegossen, danach werden die Induktionsschleifen in den Asphalt eingeschnitten und die Zählsäule aufgestellt.

Eine Woche später – das Fundament ist gegossen.

Mit Heinerbikes zur Nachhaltigkeits-Fahrradtour entlang der Mosel

Zwei der Heinerbikes durften einen ganz großen Ausflug machen:

Erstmal drei Tage Richtung Westen, über den Rhein, durch die Pfalz bis nach Saarbrücken. (ein Stück haben wir mit dem Zug abgekürzt)

Die Bergstraße am Horizont
Immer Richtung Westen..

Dann mit der Nachhaltigkeits-Fahrradtour Ideen Erfahren 10 Tage durchs Moselland, nach Koblenz und weiter bis nach Köln.

Bei Ideen Erfahren